Die Mutter muss ins Pflegeheim. Die Kosten liegen weit über der Rente. Nach einigen Monaten ist das Ersparte fast aufgebraucht. Dann die Frage: Muss jetzt auch das Haus verkauft werden?
Was bedeutet Schonvermögen genau?
Bevor das Sozialamt Hilfe zur Pflege zahlt, muss eigenes Vermögen eingesetzt werden. Ein Teil bleibt aber geschützt. Das ist das Schonvermögen. Dazu zählen unter anderem:
- ein Barbetrag von aktuell 10.000 Euro pro Person,
- ein angemessenes Haus oder eine Wohnung, die der Hilfeempfänger oder sein Ehepartner selbst bewohnt,
- angemessener Hausrat.
Warum ist das beim Verkauf in Ratingen wichtig?
Zieht ein alleinstehender Elternteil dauerhaft ins Pflegeheim, ist das Haus oft kein Schonvermögen mehr. Denn niemand wohnt mehr geschützt darin. Das Sozialamt kann dann verlangen, dass das Haus verwertet wird. Also verkauft oder vermietet. Manchmal gibt es ein Darlehen, bis der Verkauf abgeschlossen ist.
Wohnt der Ehepartner weiter im Haus, bleibt es meist geschützt. Mehr zu dieser Lage lesen Sie unter Elternhaus verkaufen in Ratingen.
Worauf müssen Sie achten?
- Früh planen: Klären Sie mit dem Sozialamt, was erwartet wird.
- Kinder: Kinder müssen für Eltern erst ab einem Jahreseinkommen von über 100.000 Euro brutto zahlen.
- Frühere Schenkungen: Das Amt prüft Schenkungen der letzten zehn Jahre. Siehe Schenkungsrückforderung.
- Leerstand: Ein leeres Haus kostet Geld und verliert Wert.
Beispiel in einfachen Worten
Ein verwitweter Vater aus Tiefenbroich zieht dauerhaft ins Pflegeheim. Sein Erspartes ist nach einem Jahr aufgebraucht. Er beantragt Hilfe zur Pflege. Das Sozialamt sagt: Das Haus ist kein Schonvermögen mehr. Die Tochter hat eine Vorsorgevollmacht. Sie lässt das Haus bewerten und verkauft es. Der Erlös deckt die Heimkosten der nächsten Jahre.
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Fazit
Schonvermögen ist der Teil, den das Sozialamt nicht anrühren darf. Ein selbst bewohntes Haus ist geschützt, solange der Eigentümer oder sein Ehepartner darin lebt. Zieht der Eigentümer allein ins Heim, fällt der Schutz meist weg. Planen Sie dann früh und in Ruhe. Für Fragen hilft ein kostenloser Termin vor Ort.

