„Das kann ich doch auch selbst.“ Diesen Satz sagen viele Eigentümer, wenn sie an den Verkauf denken. Ein Inserat schreiben, ein paar Fotos machen, Interessenten durchs Haus führen. Wie schwer kann das sein? Und die Provision spart man auch noch. Die Frage, ob Sie Ihr Haus privat verkaufen oder mit Makler verkaufen, ist berechtigt. Sie verdient eine ehrliche Antwort. Ohne Schönfärberei in die eine oder die andere Richtung.
Was ein Privatverkauf wirklich bedeutet
Beim Privatverkauf übernehmen Sie alle Aufgaben selbst. Die Liste ist länger, als viele denken:
- Den richtigen Preis ermitteln.
- Alle Unterlagen besorgen: Grundbuch, Flurkarte, Pläne, Energieausweis.
- Die Wohnfläche berechnen und einen Grundriss erstellen.
- Gute Fotos machen und ein Exposé schreiben.
- Inserate in Portalen schalten und bezahlen.
- Anrufe und E-Mails beantworten, oft auch abends und am Wochenende.
- Interessenten vorab prüfen.
- Besichtigungen durchführen.
- Den Preis verhandeln.
- Die Finanzierung des Käufers prüfen.
- Den Notar beauftragen und den Vertrag prüfen.
- Die Übergabe organisieren.
Für jemanden, der voll im Beruf steht, ist das viel. Für jemanden über 60, der vielleicht gleichzeitig einen Umzug plant, oft zu viel.
Die Vorteile des Privatverkaufs
- Keine Provision für den Verkäufer: Das ist der größte Vorteil.
- Volle Kontrolle: Sie entscheiden alles selbst.
- Direkter Kontakt: Sie lernen den Käufer persönlich kennen.
Wenn Sie bereits einen Käufer haben, etwa einen Nachbarn oder einen Verwandten, kann ein Privatverkauf gut funktionieren. Dann fällt der aufwendigste Teil weg, die Suche.
Die Risiken des Privatverkaufs
Der falsche Preis
Das größte Risiko. Ist der Preis zu niedrig, verschenken Sie Geld. Oft mehr, als die Provision gekostet hätte. Ist er zu hoch, steht das Haus monatelang online. Mehr dazu im Beitrag Angebotspreis richtig festlegen.
Fremde im Haus
Wer privat inseriert, zieht auch Menschen an, die nur schauen wollen. Und manchmal Menschen mit bösen Absichten. Ohne Prüfung wissen Sie nicht, wer vor Ihrer Tür steht. Lesen Sie dazu den Beitrag Sicherheit bei Besichtigungen.
Käufer ohne Geld
Ein Käufer ohne gesicherte Finanzierung kann den ganzen Verkauf platzen lassen. Oft erst nach dem Notartermin. Dann sind Monate verloren.
Fehler bei der Haftung
Was Sie im Gespräch zusagen, kann später gegen Sie verwendet werden. Wer einen Mangel nicht offenlegt, haftet trotz Ausschluss im Vertrag. Hier braucht es Erfahrung und Sorgfalt.
Emotionen in der Verhandlung
Es ist Ihr Haus. Wenn ein Käufer die Küche schlecht findet oder den Preis drückt, trifft das persönlich. In der Verhandlung ist das ein Nachteil. Ein Dritter verhandelt sachlicher.
Was ein Makler leistet
Ein guter Makler übernimmt alle Aufgaben aus der Liste oben. Bei GOTTSCHLING Immobilien gehören dazu: Unterlagen besorgen, Energieausweis, Wohnflächenberechnung, Fotos, Exposé, Inserate, Besichtigungen, Bonitätsprüfung der Käufer, Notarvorbereitung und Übergabe. Sie müssen sich um keinen dieser Schritte selbst kümmern.
Dazu kommen drei Dinge, die ein Privatverkäufer kaum hat:
- Erfahrung beim Preis: Wer viele Häuser verkauft hat, kennt den Markt. GOTTSCHLING Immobilien hat über 400 Immobilien verkauft.
- Käuferkontakte: Viele Käufer sind bereits bekannt und warten auf das passende Angebot.
- Sachliche Verhandlung: Der Makler vertritt Ihre Interessen ohne persönliche Kränkung.

Die Kosten im Vergleich
| Privatverkauf | Mit Makler | |
|---|---|---|
| Provision Verkäufer (Einfamilienhaus, Eigentumswohnung) | keine | 3,57 % inkl. MwSt. |
| Inserate in Portalen | selbst zahlen | Teil der Leistung |
| Energieausweis, Grundriss, Fotos | selbst zahlen | Teil der Leistung |
| Eigene Zeit | viele Stunden | wenig |
| Risiko beim Preis | hoch | geringer |
Die Provision wird erst nach dem Notartermin fällig. Kommt kein Verkauf zustande, zahlen Sie keine Provision. Auch der Käufer zahlt beim Einfamilienhaus 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite Maklerprovision in Ratingen.
Was in Ratingen besonders zählt
Ratingen ist ein gefragter Wohnort. Die Stadt liegt direkt an Düsseldorf. Viele Käufer arbeiten dort oder am Flughafen. Das klingt, als verkaufe sich jedes Haus von allein. Doch die Stadtteile sind sehr verschieden. Ein Villengrundstück in Hösel spricht andere Käufer an als ein Reihenhaus in Tiefenbroich oder eine Wohnung in Ratingen-West. Wer die falsche Zielgruppe anspricht, bekommt viele Anfragen, aber keine passenden.
Dazu kommt: Viele Käufer kennen Ratingen noch nicht gut. Sie wollen wissen, wie weit es zur S-Bahn ist, welche Schule in der Nähe liegt und wie laut die Straße ist. Wer diese Fragen sicher beantwortet, gewinnt Vertrauen. Ein Makler mit Erfahrung in der Region bringt dieses Wissen mit. Als Privatverkäufer kennen Sie Ihr Viertel zwar gut. Sie müssen es aber auch gut verkaufen können.
Haus privat verkaufen oder Makler: die entscheidende Rechnung
Die Frage ist nicht: Was kostet der Makler? Die Frage ist: Was bleibt am Ende auf Ihrem Konto? Ein Privatverkäufer spart die Provision. Aber wenn er dafür mit einem zu niedrigen Preis verkauft, hat er nichts gespart. Und wenn das Haus monatelang steht, kosten Grundsteuer, Heizung und Versicherung weiter Geld.
Umgekehrt gilt: Ein Makler lohnt sich nur, wenn er Ihnen mehr bringt, als er kostet. Mehr Geld, weniger Zeit, weniger Risiko. Fragen Sie jeden Makler, wie er das erreichen will. Lassen Sie sich Beispiele zeigen. Ein guter Makler kann erklären, warum sein Weg Ihnen unterm Strich mehr bringt als ein Verkauf in Eigenregie.
So erkennen Sie einen guten Makler
- Er begründet seinen Preis mit Vergleichsobjekten und Fakten.
- Er nennt Ihnen offen die Kosten und wann sie fällig werden.
- Er prüft Käufer, bevor sie Ihr Haus betreten.
- Er kann Bewertungen echter Kunden vorweisen.
- Er erklärt den Ablauf verständlich.
Die Bewertungen von GOTTSCHLING Immobilien finden Sie auf der Seite Bewertungen und Auszeichnungen. Auf ProvenExpert stehen dort rund 4,9 von 5 Sternen bei über 300 Bewertungen.
Die Mischform: erst allein, dann mit Hilfe?
Manche Eigentümer versuchen es zuerst privat und holen später einen Makler dazu. Das ist möglich. Aber es hat einen Haken. Ein Haus, das schon lange privat inseriert war, wirkt auf Käufer verbraucht. Der Makler muss dann gegen diesen Eindruck arbeiten. Wer sich unsicher ist, sollte deshalb vor dem ersten Inserat entscheiden. Mehr zur Vertragsform lesen Sie im Beitrag Alleinauftrag für den Makler.
Fazit
Ein Haus privat zu verkaufen spart die Provision, kostet aber viel Zeit und birgt Risiken beim Preis, bei den Käufern und im Vertrag. Mit Makler zahlen Sie beim Einfamilienhaus 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer, erst nach dem Notartermin, und geben die Arbeit ab. Entscheidend ist, was am Ende auf Ihrem Konto bleibt. Rechnen Sie ehrlich und entscheiden Sie vor dem ersten Inserat. Ihr nächster Schritt: Starten Sie die kostenlose Online-Schnellbewertung für Ratingen und sehen Sie, worum es geht. Die einzelnen Leistungen beschreibt die Seite Haus verkaufen in Ratingen.

