Wischen, wischen, wischen. So suchen Käufer heute nach einem Haus. Auf dem Handy, abends auf dem Sofa. Jedes Inserat bekommt ein paar Sekunden. Dunkles Foto? Weiter. Unaufgeräumte Küche? Weiter. Kein Grundriss? Weiter. Genau in diesen Sekunden entscheidet sich, ob Ihr Telefon klingelt. Gute Immobilienfotos und ein klarer Grundriss sind deshalb kein Beiwerk. Sie sind Ihr wichtigstes Verkaufswerkzeug.
Warum Fotos so viel ausmachen
Käufer sehen Ihr Haus zuerst im Internet. Nicht in echt. Die Fotos sind also der erste Eindruck. Und den bekommt man bekanntlich nur einmal. Schlechte Bilder lassen selbst schöne Häuser langweilig wirken. Gute Bilder machen neugierig.
Dazu kommt ein zweiter Effekt. Gute Fotos filtern. Käufer sehen vorher genau, was sie erwartet. So kommen weniger Menschen zur Besichtigung, die dann enttäuscht sind. Das spart Ihnen Zeit und Kraft. Und es schont Ihre Nerven. Mehr dazu im Beitrag Besichtigungstourismus vermeiden.
Vorbereitung: Das Haus fotobereit machen
Die meiste Arbeit passiert vor dem Fototermin. Gehen Sie jeden Raum mit dieser Liste durch:
- Aufräumen: Arbeitsflächen frei, keine Wäsche, keine Zeitungen.
- Persönliches reduzieren: Familienfotos, Magnete am Kühlschrank, Pokale.
- Licht: Fenster putzen, Vorhänge auf, alle Lampen an, helle Glühbirnen.
- Bad: Toilettendeckel zu, Handtücher ordentlich, keine Kosmetik sichtbar.
- Außen: Rasen mähen, Mülltonnen weg, Autos aus der Einfahrt.
- Kleinigkeiten: Kabel verstecken, schiefe Bilder gerade hängen.
Ein Tipp: Machen Sie vorher selbst ein Foto mit dem Handy. Auf dem Bild sehen Sie Unordnung, die Ihnen im Alltag nicht mehr auffällt.
Die Regeln für gute Immobilienfotos
- Tageslicht nutzen: Fotografieren Sie an einem hellen Tag. Vormittag oder früher Nachmittag ist ideal.
- Aus der Ecke fotografieren: So zeigen Sie möglichst viel vom Raum.
- Augenhöhe oder etwas darunter: Nicht von oben, nicht vom Boden.
- Gerade Linien: Wände und Türrahmen müssen senkrecht sein. Schiefe Bilder wirken unruhig.
- Weitwinkel, aber nicht zu stark: Zu starker Weitwinkel verzerrt und täuscht.
- Keine Personen, keine Haustiere: Auch keine Spiegelung des Fotografen.
- Querformat: Es passt am besten in die Portale.
Welche Bilder ins Exposé gehören
Zeigen Sie alles, was für Käufer wichtig ist. Eine gute Reihenfolge:
- Außenansicht von der Straße, am besten mit blauem Himmel.
- Garten und Terrasse. Im Winter gern Fotos aus dem Sommer, als solche gekennzeichnet.
- Wohnzimmer, Küche und Essbereich.
- Schlafzimmer und Kinderzimmer.
- Bäder.
- Keller, Dachboden, Garage. Kurz, aber ehrlich.
- Ausblick aus dem Fenster, wenn er schön ist.
- Die Umgebung, zum Beispiel ein nahes Feld oder der Waldrand.
In Ratingen lohnt sich ein Bild der Umgebung besonders. Ein Spazierweg an der Anger, der Waldrand in Hösel oder die Felder rund um Homberg und Breitscheid sagen oft mehr als jedes Wort.

Was Sie besser nicht zeigen
- Wertsachen, Kunst, Tresor oder Alarmanlage. Das lockt die Falschen an.
- Die Hausnummer oder Namensschilder.
- Stark bearbeitete Bilder, die das Haus schöner zeigen, als es ist.
Bearbeitung ist erlaubt: Helligkeit, Kontrast, gerade Linien. Aber wer Risse wegretuschiert oder die Aussicht austauscht, täuscht Käufer. Das rächt sich bei der Besichtigung. Mehr Sicherheitstipps finden Sie im Beitrag Sicherheit bei Besichtigungen.
Der Grundriss: oft wichtiger als das schönste Foto
Viele Käufer schauen zuerst auf den Grundriss. Sie wollen wissen: Wo liegt die Küche? Wie groß ist das Schlafzimmer? Passt mein Sofa an die Wand? Gibt es ein Zimmer im Erdgeschoss, falls die Treppe einmal zu viel wird? Ein Inserat ohne Grundriss wird oft übersprungen.
Ein guter Grundriss ist:
- sauber gezeichnet, nicht eine vergilbte Kopie,
- mit Raumnamen und Quadratmetern,
- für jedes Stockwerk einzeln,
- mit Nordpfeil, damit Käufer die Sonne einschätzen können,
- ohne Bemaßung, die falsch sein könnte.
Grundriss erstellen lassen: So geht es
Viele ältere Häuser haben keinen brauchbaren Plan mehr. Oder der Plan stimmt nicht mehr, weil umgebaut wurde. Dann gibt es drei Wege:
- Bauakte anfordern: Bei der Stadt Ratingen liegen oft die Pläne aus der Bauzeit. Als Eigentümer dürfen Sie Kopien anfordern.
- Neu aufmessen lassen: Ein Architekt, ein Vermesser oder ein Makler misst das Haus aus. Daraus entsteht ein neuer Grundriss.
- Alte Pläne neu zeichnen lassen: Aus einem vorhandenen, aber unleserlichen Plan wird eine saubere Zeichnung.
Die Kosten hängen von Größe und Aufwand ab. Beim Aufmaß entsteht meist gleich die Wohnflächenberechnung mit. Die brauchen Sie ohnehin für Exposé und Bank. Welche Unterlagen noch nötig sind, zeigt die Checkliste Unterlagen für den Hausverkauf.
Der Text zu den Bildern
Fotos wecken Gefühle. Der Text liefert die Fakten. Beides gehört zusammen. Ein gutes Exposé beschreibt das Haus klar und ehrlich. Es nennt Baujahr, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Heizung und Modernisierungen. Es beschreibt die Lage mit echten Wegen: Wie weit ist es zum Bäcker, zur Grundschule, zur S-Bahn? Und es sagt, für wen das Haus passt. Etwa für eine Familie mit zwei Kindern oder für ein Paar, das ebenerdig wohnen möchte.
Vermeiden Sie leere Floskeln wie „Traumhaus in Toplage“. Käufer lesen solche Sätze in jedem zweiten Inserat. Konkrete Angaben wirken stärker und schaffen Vertrauen.
Rundgang im Internet
Immer mehr Inserate bieten einen virtuellen Rundgang. Käufer klicken sich dabei durch das Haus, als wären sie vor Ort. Das spart vor allem Käufern von weiter weg eine Anfahrt. Für Sie als Verkäufer heißt das: Wer zur Besichtigung kommt, hat das Haus schon gut gesehen und ist ernsthaft interessiert.
Selbst fotografieren oder Fotograf?
Mit einem guten Handy lassen sich ordentliche Bilder machen. Wer aber das Beste aus seinem Haus holen will, sollte einen Profi beauftragen. Ein Fotograf für Immobilien hat das richtige Objektiv, weiß, wie man Räume ausleuchtet, und bearbeitet die Bilder sauber. Bei einem Objekt, das viel Geld wert ist, ist das eine kleine Ausgabe mit großer Wirkung.
Wer mit Makler verkauft, muss sich darum nicht kümmern. Bei GOTTSCHLING Immobilien gehören Fotos, Grundriss, Wohnflächenberechnung und Exposé zur Leistung beim Verkauf. Christian Gottschling und sein Team planen den Fototermin an einem hellen Tag bei Ihnen vor Ort in Ratingen. Einen Überblick über die Leistung bieten die Seiten Haus verkaufen in Ratingen und Wohnung verkaufen in Ratingen.
Fazit
Gute Immobilienfotos und ein klarer Grundriss entscheiden, ob Käufer sich Ihr Haus ansehen. Räumen Sie vorher auf, nutzen Sie Tageslicht und fotografieren Sie aus Augenhöhe und aus der Ecke. Zeigen Sie alle wichtigen Räume ehrlich und lassen Sie Wertsachen und Hausnummer weg. Fehlt ein Plan, lassen Sie das Haus aufmessen. Ihr nächster Schritt: Ermitteln Sie mit der kostenlosen Online-Schnellbewertung für Ratingen den Wert Ihres Hauses, bevor die Fotos entstehen.

