Ihr Vater hat damals jede Fliese im Bad selbst verlegt. Ihre Mutter hat den kleinen Garten zum Park hin gepflegt, jeden Sommer. Das Reihenhaus in Ratingen-West war ihr Lebenswerk. Jetzt schafft Ihre Mutter die Treppe nicht mehr, und Ihr Vater braucht Pflege. Wer ein Elternhaus in Ratingen-West verkaufen muss, verkauft nicht nur Stein und Holz. Umso wichtiger ist ein Weg, der den Eltern gerecht wird und Sie nicht überfordert.
Das Elternhaus in West: oft Eigentümer der ersten Stunde
Die Häuser im Süden von Ratingen-West entstanden vor allem zwischen 1975 und 1980 und in den 1980er Jahren. Dazu gehören die Einzelhäuser an der Volkardeyer Straße, die Grachtensiedlung am Bendenkamp und die Siedlung Felderhof am Erholungspark Volkardey. Viele Eltern haben ihr Haus damals neu gekauft. Sie wohnen seit über 40 Jahren darin.
Das hat Folgen für den Verkauf. Oft ist das Haus gepflegt, aber technisch im Stand von damals. Heizung, Fenster und Bad sind alt. Das ist kein Grund, vor dem Verkauf zu renovieren. Junge Familien, die in West kaufen, wollen ohnehin selbst modernisieren. Sie rechnen die Kosten ein. Wichtig ist, dass Sie den Zustand ehrlich zeigen.
Welcher Energieausweis nötig ist
Für den Verkauf brauchen Sie einen Energieausweis. Bei Häusern aus dieser Zeit lohnt ein genauer Blick. Für kleine Wohnhäuser mit weniger als fünf Wohnungen, deren Bauantrag vor November 1977 gestellt wurde, ist oft ein Bedarfsausweis vorgeschrieben. Das gilt, wenn das Haus nicht später auf einen besseren Wärmeschutz gebracht wurde. Als Erfahrungswert aus der Praxis kostet ein Bedarfsausweis 500 bis 700 Euro, ein Verbrauchsausweis rund 200 bis 250 Euro. Welcher für das Haus Ihrer Eltern gilt, klärt der Makler.
Das Gespräch mit den Eltern
Bevor es um Preise geht, geht es um Menschen. Viele Kinder scheuen dieses Gespräch. Es fühlt sich an, als nehme man den Eltern etwas weg. Diese Punkte helfen:
- Die Eltern entscheiden. Solange sie es können, ist es ihr Haus und ihre Entscheidung. Sie begleiten nur.
- Früh sprechen. Ein Gespräch vor dem Umzug ins Heim ist leichter als eines danach.
- Den Grund nennen. Oft geht es darum, die Heimkosten zu bezahlen und das Haus nicht leer verfallen zu lassen.
- Erinnerungen retten. Fragen Sie, was den Eltern wichtig ist. Welche Möbel, welche Bilder sollen bleiben?
- Geschwister einbeziehen. Alle sollen denselben Stand haben. Das beugt Streit vor.
Vollmacht klären, bevor es eilt
Können die Eltern selbst nicht mehr unterschreiben, braucht es eine Vorsorgevollmacht. Für den Verkauf eines Hauses muss sie notariell beglaubigt oder beurkundet sein. Sonst erkennt das Grundbuchamt sie nicht an. Gibt es keine solche Vollmacht, bestellt das Gericht einen Betreuer. Der braucht für den Verkauf die Genehmigung des Betreuungsgerichts. Das kostet Zeit. Solange die Eltern geschäftsfähig sind, lässt sich eine Vollmacht noch beim Notar erstellen. Tun Sie das lieber zu früh als zu spät.
Ein realistischer Zeitplan
| Phase | Was passiert | Dauer als Erfahrungswert aus der Praxis |
|---|---|---|
| Vorbereitung | Gespräch, Vollmacht, Wertermittlung, Unterlagen | einige Wochen |
| Räumung | Erinnerungsstücke sichern, Rest abgeben | parallel, je nach Haus |
| Vermarktung | Fotos, Exposé, Besichtigungen, Käuferprüfung | meist einige Wochen bis wenige Monate |
| Notar bis Geldeingang | Kaufvertrag, Fälligkeit, Zahlung, Übergabe | einige Wochen |
Insgesamt dauert ein Verkauf von der Entscheidung bis zum Geld auf dem Konto als Erfahrungswert aus der Praxis normal 6 bis 7 Monate. In dieser Zeit laufen Heimkosten und Hauskosten parallel. Wer früh anfängt, gewinnt Luft.

Das leere Haus schützen
Steht das Haus leer, sieht man das schnell. Der Briefkasten quillt über, im Winter brennt kein Licht. In einer Reihenhaussiedlung fällt das den Nachbarn auf, aber auch Fremden. Bitten Sie einen Nachbarn, ab und zu nach dem Rechten zu sehen. Lassen Sie eine Zeitschaltuhr für Licht laufen. Informieren Sie die Gebäudeversicherung über den Leerstand. Und drehen Sie die Heizung im Winter nicht ganz ab.
Wer das Haus kauft
Käufer eines Elternhauses in West sind meist junge Familien. Sie schätzen die Schulen im Stadtteil, vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bis zur Martin-Luther-King-Gesamtschule. Sie mögen den Park Volkardey und die kurzen Wege nach Düsseldorf. Viele Eltern empfinden es als tröstlich, dass wieder Kinder im Haus leben.
Christian Gottschling und sein Team übernehmen Unterlagen, Energieausweis, Fotos, Exposé, Besichtigungen und die Prüfung der Käufer. Termine finden bei Ihnen vor Ort in Ratingen statt. Den ganzen Weg zeigt der Ablauf beim Immobilienverkauf. Die Kosten finden Sie unter Maklerprovision.
Einen ersten Wert für das Familiengespräch liefert die kostenlose Online-Schnellbewertung. Mehr zu Häusern im Stadtteil lesen Sie unter Haus verkaufen in Ratingen-West. Nachbarn: Elternhaus verkaufen in Tiefenbroich und die Übersicht Elternhaus verkaufen in Ratingen.
Fazit
Viele Elternhäuser in Ratingen-West gehören noch den Eigentümern der ersten Stunde. Sie sind gepflegt, aber oft nicht modernisiert. Renovieren müssen Sie trotzdem nicht. Sprechen Sie früh mit den Eltern, klären Sie die Vollmacht und planen Sie realistisch. Starten Sie mit der kostenlosen Schnellbewertung oder vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch vor Ort.

