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Was ist eine Teilungsversteigerung und wann droht sie?

Eine Teilungsversteigerung ist die Zwangsversteigerung eines Hauses, das mehreren gemeinsam gehört. Jeder Miteigentümer kann sie beim Amtsgericht beantragen, wenn sich die Eigentümer nicht einigen. Sie droht vor allem bei zerstrittenen Erbengemeinschaften und bei Scheidungen. Das Verfahren dauert oft viele Monate, und der Erlös liegt häufig unter dem Preis eines freien Verkaufs.

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Christian Gottschling, Immobilienmakler für Ratingen, sitzt entspannt auf einer Treppe

Der Brief kommt vom Amtsgericht. Darin steht: Ihr Bruder hat die Teilungsversteigerung des Elternhauses beantragt. Viele Empfänger erschrecken. Das Wort klingt nach Pleite und Gerichtsvollzieher. Was steckt dahinter?

Was eine Teilungsversteigerung ist

Gehört ein Haus mehreren Personen, kann jeder die Auflösung der Gemeinschaft verlangen. Ein Haus lässt sich aber nicht teilen. Also wird es versteigert, und der Erlös wird geteilt. Das nennt man Teilungsversteigerung. Es geht dabei nicht um Schulden. Es geht nur darum, eine Gemeinschaft zu beenden, die sich nicht einigen kann.

Wann sie droht

Der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Ein Miteigentümer stellt den Antrag beim Amtsgericht, in dessen Bezirk das Haus liegt.
  2. Das Gericht ordnet die Versteigerung an. Die anderen können innerhalb einer Frist eine vorläufige Einstellung beantragen, meist für einige Monate.
  3. Ein Sachverständiger ermittelt den Verkehrswert. Oft darf er das Haus nicht von innen sehen.
  4. Das Gericht setzt einen Versteigerungstermin an.
  5. Im Termin bieten Interessenten. Im ersten Termin gibt es Mindestgrenzen, gemessen am Verkehrswert.
  6. Der Erlös geht nach Abzug der Kosten an die Gemeinschaft. Die Verteilung müssen die Beteiligten dann noch klären.

Vom Antrag bis zum Zuschlag vergehen oft viele Monate, nicht selten länger als ein Jahr.

Warum fast alle dabei verlieren

Freier VerkaufTeilungsversteigerung
Besichtigungen möglichBieter sehen das Haus oft nur von außen
Käufer finanzieren in RuheBieter brauchen Sicherheitsleistung am Termin
Preis wird verhandeltErlös hängt vom Termin ab, oft unter Marktwert
Gemeinsame EntscheidungGericht entscheidet über den Zuschlag

Dazu kommen Gerichts- und Gutachterkosten. Und die Familie ist danach oft endgültig zerstritten.

Herrenhaus der Textilfabrik Cromford mit Barockgarten in Ratingen
Herrenhaus Cromford – Industriemuseum Ratingen Foto: Atamari, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

So wenden Sie sie noch ab

Auch nach dem Antrag ist eine Einigung jederzeit möglich. Der Antrag kann zurückgenommen werden. Ein freier Verkauf bringt meist mehr Geld für alle. Eine neutrale Zahl hilft beim Einlenken. Die kostenlose Online-Bewertung für Ratingen liefert sie in wenigen Minuten. Wie ein geordneter Verkauf im Erbfall läuft, zeigt die Seite geerbte Immobilie verkaufen. Lassen Sie sich im Verfahren unbedingt von einem Fachanwalt beraten.

Fazit

Die Teilungsversteigerung beendet eine zerstrittene Eigentümergemeinschaft per Gericht. Sie droht bei Erbengemeinschaften und Scheidungen. Sie dauert lange, kostet Geld und bringt oft weniger als ein freier Verkauf. Eine Einigung ist bis zum Schluss möglich. Starten Sie mit einer neutralen Zahl aus der Schnellbewertung.

Verwandte Fragen

Wer zahlt die Kosten der Teilungsversteigerung?

Zunächst der Antragsteller als Vorschuss. Am Ende werden die Verfahrenskosten aus dem Erlös gedeckt. Damit tragen sie wirtschaftlich alle Miteigentümer.

Kann ich bei der Teilungsversteigerung selbst mitbieten?

Ja. Auch Miteigentümer dürfen bieten. So kann ein Erbe das Haus ersteigern und die anderen erhalten ihren Anteil am Erlös.

Kann man eine Teilungsversteigerung verhindern?

Dauerhaft kaum. Eine vorläufige Einstellung für einige Monate ist möglich. Am sichersten beendet eine Einigung das Verfahren.

Wie lange dauert eine Teilungsversteigerung?

Oft viele Monate, nicht selten mehr als ein Jahr. Die Dauer hängt vom Gericht, vom Gutachten und von Einsprüchen ab.

Was passiert mit Mietern bei einer Teilungsversteigerung?

Der Mietvertrag bleibt bestehen. Ein vermietetes Haus erzielt in der Versteigerung aber oft einen niedrigeren Preis.

Christian Gottschling, Immobilienmakler für Ratingen, im Porträt mit verschränkten Armen

Ihr Ansprechpartner

Christian Gottschling

Immobilienmakler und Geschäftsführer der GOTTSCHLING Immobilien GmbH. Über 20 Jahre Erfahrung, über 400 verkaufte Immobilien und über 1.000 Vermietungen. Termine finden bei Ihnen vor Ort in Ratingen statt.

Privat: Vater von zwei Kindern, ehrenamtlicher Fußballtrainer, DFB-Coach und DFB-Schiedsrichter. Im Fernsehen bei RTL, ZDF, WDR, SAT.1 und VOX.

Mehr über Christian Gottschling · Presse · Immobilien-Coaching · +49 201 45 875 433

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