Sie sitzen beim Notar. Der Vertrag wird vorgelesen. Und irgendwo steht ein Satz zu den Kosten. Wer zahlt das eigentlich alles? Die gute Nachricht: Als Verkäufer tragen Sie nur einen kleinen Teil.
Wer zahlt den Notar beim Hausverkauf? Die übliche Verteilung
| Kosten | Wer zahlt meist? |
|---|---|
| Beurkundung des Kaufvertrags | Käufer |
| Eintrag der Auflassungsvormerkung | Käufer |
| Umschreibung im Grundbuch | Käufer |
| Grundschuld für die Bank des Käufers | Käufer |
| Grunderwerbsteuer (in NRW 6,5 %) | Käufer |
| Löschung Ihrer alten Grundschuld | Verkäufer |
| Vollmacht oder Genehmigung, die nur Sie brauchen | Verkäufer |
Die Verteilung ist gesetzlich so angelegt. Im Vertrag kann man sie ändern. Das ist aber selten.
Was kostet die Löschung der Grundschuld?
Ist Ihr Haus schuldenfrei, steht oft noch eine alte Grundschuld im Grundbuch. Die muss meist raus. Dafür fallen Notar- und Grundbuchgebühren an. Die Höhe richtet sich nach dem Betrag der Grundschuld. Bei kleinen Grundschulden sind das meist überschaubare Beträge.
Weitere Kosten für Verkäufer
- Maklerprovision, wenn ein Makler beauftragt ist
- Energieausweis
- eventuell eine Vorfälligkeitsentschädigung bei einem laufenden Kredit
- eventuell Steuern, wenn die Spekulationsfrist läuft
Eine vollständige Übersicht finden Sie unter Welche Kosten hat der Verkäufer beim Hausverkauf? Die Sätze der Provision stehen auf der Seite Maklerprovision.
Wer wählt den Notar aus?
Meist wählt der Käufer den Notar, weil er zahlt. Der Notar ist aber neutral. Er ist für beide Seiten da. Sie bekommen den Vertragsentwurf vorab und können Fragen stellen. Wie der Termin abläuft, lesen Sie unter Wie läuft der Notartermin ab?
Bevor es so weit ist, brauchen Sie einen guten Preis. Die kostenlose Online-Schnellbewertung zeigt Ihnen in Minuten eine erste Spanne.

Sonderfall Erbe, Vollmacht und Betreuung
Manchmal braucht der Verkauf zusätzliche Papiere. Ein Beispiel ist ein Erbschein. Oder eine beglaubigte Vollmacht, weil Sie weit weg wohnen. Oder die Genehmigung des Betreuungsgerichts. Diese Kosten entstehen durch Ihre Situation. Deshalb tragen Sie sie in der Regel selbst.
Planen Sie diese Punkte früh ein. Ein Erbschein kann einige Wochen dauern. Eine Vollmacht lässt sich dagegen oft schnell beim Notar in Ihrer Nähe beglaubigen. Mehr dazu lesen Sie unter Muss ich beim Notartermin persönlich anwesend sein?
Warum der Käufer die Notarkosten trägt
Der Käufer erwirbt das Eigentum. Er braucht die Eintragung im Grundbuch. Deshalb verursacht er die meisten Kosten. Die Regel ist fair und in ganz Deutschland üblich.
Wie ein Makler den Notartermin für Sie vorbereitet, lesen Sie unter Haus verkaufen in Ratingen.
Fazit
Den Notar zahlt beim Hausverkauf fast immer der Käufer. Sie als Verkäufer tragen meist nur die Löschung Ihrer alten Grundschuld. Dazu kommen gegebenenfalls Makler, Energieausweis und Kredit-Kosten. Planen Sie diese Posten früh ein. Starten Sie mit der Schnellbewertung für Ratingen.

